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Eigenanbau zur Selbstversorgung

Biologischer Anbau zur nachhaltigen Versorgung der KiTa

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Mit dem Projekt „Nyota Organic Green Garden“ möchte Nyota e.V. den biologischen Anbau von einheimische Obst-, Gemüse und Getreidesorten stetig erweitern, um den Bedarf an Nahrungsmitteln für die Nyota-Kindertagesstätte in Lwala vollständig zu decken. Durch den Anbau sollen jedoch nicht nur die Kinder der Tagesstätte profitieren, sondern auch gezielt bedürftige Kinder und Familien der Gemeinde Lwalas unterstützt werden. Durch Ausbildungen und Kurse sollen die Gärtner des Nyota Green Garden Teams weiter geschult werden, um fundiertere Kenntnisse im Bereich des biologischen Anbaus zu erhalten. Die gewonnen Erfahrungen sollen in Kursen an Schulabgänger und Kleinbauern aus der Umgebung weitergegeben werden. Gezielt möchte Nyota e.V. zum nachhaltigen Anbau und zur verbesserten Selbstversorgung anregen.

 »Die beste Zeit einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren.
Die nächstbeste Zeit ist jetzt!«
– Afrikanisches Sprichwort –

 

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Selbstversorgung durch Eigenanbau

Die Notwendigkeit und Vorteile des Eigenanbaus

Inflation und steigende Lebensmittelpreise auf den örtlichen Märkten bringen immer mehr Menschen in Not. Die Preise für Grundnahrungsmittel wie Reis und Maismehl haben sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt und steigen weiter an. Unter solchen Bedingungen kommt dem Eigenanbau und der Selbstversorgung eine wichtige Rolle zu. 2009 hat der Verein Nyota e.V. zusätzliches Land erworben und auf einem halben Hektar Land Mais angebaut. Der Ertrag der ersten Ernte betrug 750 kg. Später zu Maismehl weiterverarbeitet, bildet das Getreide eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel Kenias. Der Ertrag dieser ersten Maisernte deckt fast den kompletten Jahresbedarf der Nyota-Kindertagesstätte in Lwala. Auf dem Demoplot gedeihen Papaya- Mango- und Avocadobäume, verschiedene Getreide. und Gemüsesorten sowie ein Bananenhain. Bereits heute wird die Versorgung der Tagesstätte fast vollständig aus dem eigenen Anbau gedeckt.

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Die Grafik veranschaulicht die Preisentwicklung von Lebensmitteln in Kenia ab Oktober 2010 bis Mai 2011. Am teuersten ist der Mais geworden, Kenias Grundnahrungsmittel Nr. 1.

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Auf neuer Flächen sollen im nächsten Schritt vorrangig Obstbäume gepflanzt werden, um ganzjährige Erträge zur Versorgung der KiTa- und Primary Kinder zu sichern. Die Bäume sorgen für die Stabilität des Bodens, helfen das Regenwasser zu speichern, spenden Schatten und erfordern zudem einen relativ geringen Arbeitsaufwand in Pflege und Ernte. Typisch für die Region sind auch Kartoffeln, Bohnen, Süßkartoffeln, Manjok, Spinat, Tomaten, Erdnüsse, Mango, Avocado, Papaya und Bananen. Ein eigener Brunnen sowie ein Regenwasser-Aufbewahrungssystem stellt die Bewässerung der Felder sicher. Saisonal und sinnvoll gestalteter Anbau und Fruchtwechsel sichern das ganze Jahr Erträge. Ein kleiner Teil der Anbaufläche wird als neuer Schulgarten unseren Betreuerinnen und Kindern zur Verfügung stehen.

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Der Nyota Demoplot

Ein 1 Acre großes Grundstück nahe der Nyota Kindertagesstätte wird momentan als sog. „Demoplot“ genutzt. Verschiedene Getreide- und Gemüsesorten werden dort auf kleineren Feldern und Beeten angebaut und auf Ertrag und Kombinierbarkeit getestet. Der Demplot hilft uns, wichtige Erfahrungen zu sammeln sowie eigenes biologisches Saatgut zu züchten. Ertragreiche Sorten werden später auf größerer Fläche angebaut. Neben Mais, einem der wichtigsten Grundnahrungsmittel Kenias wird auch Hirse und Amaranth angebaut, ebenso Gemüse wie Mangold, Sukumawiki, Kartoffeln, Karotten, Kürbisse, Erdnüsse und vieles mehr. Die Felder werden natürlich gedüngt, die Wasserversorgung wird durch einen eigenen Brunnen sichergestellt.

Die Push and Pull Methode

Aktuell wenden wir auf einer weiteren Anbaufläche das Push & Pull Prinzip an. Dies ist eine nachhaltige Anbaumethode, mit der Mais- und Bohnenerträge um ein Mehrfaches gesteigert werden können und zugleich die Bodenfruchtbarkeit verbessert wird. Typische Schädlinge wie der Stängelbohrer und Striga (Hexenkraut), welche in Kenia für Ernteeinbußen verantwortlich sind, werden auf natu?rliche Art vertrieben, ganz ohne den Einsatz von chemischen Pestiziden oder Düngemitteln.

 

Zwischen dem Mais wird Desmodium (ein Legume aus der Familie der Hülsenfrüchte) gepflanzt, welches die Bodenfruchtbarkeit durch Stickstoffanreicherung verbessert. Zugleich vertreibt Desmodium durch seinen Geruch den Stengelbohrer sowie das Hexenkraut (Striga) aus dem Maisfeld. Das Napiergras wird um das Maisfeld gepflanzt und zieht die Schädlinge auf natürliche Weise an, da es als Nahrunsgquelle und Nistplatz dient. Später kann das Napiergras als nahrhaftes Zusatzfutter für Vieh verwendet oder auf dem örtlichen Markt verkauft werden. Mehr Infos zum Push and Pull System: www.push-pull.net

Unterstützung durch Biovision / ICIPE

in enger Zusammenarbeit mit dem ICIPE in Kenia hat die Schweizer Stiftung biovison eine Reihe sehr hilfreicher Medien entwickelt und veröffentlicht, welche Kleinbauern in Ostfarika effektive Grundlagen des biologischen Landbaus vermitteln. So erscheint z.B. monatliche die kostenlose Zeitschrift „The Organic Farmer“, in der viele hilfreiche Tips und Anregungen für den nachhaltigen Anbau gegeben werden. Wir erhalten 5 Ausgaben des Magazines monatlich. Eine Ausgabe wird jeweils archiviert, um bei Bedarf nach Themen und Tipps zu suchen. Die restlichen Zeitschriften werden an unsere Gätrtner und Kleinbauern aus dem Ort verteilt. Alle Ausgaben können hier kostenlos heruntergeladen werden.

Die umfangreiche Datenbank von Biovision bietet Fragen zu fast allen erdenklichen Themen rund um das Thema des biologischen Anbaus. Anhand zahlreicher Fotos und übersichtlich geordneter Fakten lassen sich z.B. Schädlinge leicht identifizieren und entsprechende Lösungen werden angeboten. Die Informationsplattform wurde zur Förderung und Verbreitung von lokal relevantem Wissen über ökologische Landwirtschaft, Gesundheitsförderung (Mensch & Tier), umweltfreundliche Technologien und Einkommensförderung geschaffen. Die anwendungsorientierte und übersichtlich strukturierte Datenbank richtet sich vor allem an Kleinbauern und Gruppen sowie an NGOs. Nyota hat eine CD der Datenbank kostenlos erhalten und auf einem Rechner im Büro der KiTa installiert. Selbst bei schwachem oder kompletten Ausfall des Internets kann die Datenbank genutzt werden.

 

Zur Datenbank www.infonet-biovision.org

Wie Sie das Nyota Anbauprojekt unterstützen können

Um das Projekt „Nyota Organic Green Garden“  in vollem Umfang realisieren zu können, haben wir zusätzliche Anbaufläche erworben. Auf dem Demoplot sammelt das Green Garden Team derzeit wichtige Erfahrungen. Wichtige Arbeitsschritte sind bereits umgesetzt worden, Vorbereitungen zur Ausdehnung des Anbaus auf weiterer Fläche laufen bereits.

Jeder Euro hilft – auch kleine Beträge sind wertvoll!

Um langfristig das Anbauprojekt weiter zu entwickeln, benötigt Nyota e.V. Spenden, um die zusätzlichen Anbauflächen für den Anbau vorzubereiten. Es müssen Zäune erichtet werden, ein weiterer Brunnen gegraben werden, Geräte und Saatgut gekauft sowie einen Geräteschuppen und Lagerraum errichtet werden. Außerdem möchten wir in weiterführenden Trainings unsere Gärtner für Schulungen ausbilden lassen. Über betterplace.org kann einfach und gezielt auf die aktuellen einzelnen Bedarfe  gespendet werden. Spenden können auch über folgende Bankverbidnung getätigt werden:

Bankverbindung Nyota e.V.
Sparkasse Rhein-Neckar-Nord / BLZ 67050505 / Konto-Nr. 38334840
Als Verwendungszweck „Green Garden“ angeben
Für Überweisungen aus dem Ausland
BIC:       MANSDE66  /   I-BAN:    DE 08670505050038334840

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Optional: Unsere aktuellen Bedarfe über betterplace.org unterstützen

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