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Schulen und Universitäten in Kenia geschlossen

Die Nyota KiTa, öffentliche Schulen und Colleges aufgrund der Corona Pandemie geschlossen

Die kenianische Regierung hat auf die steigende Zahl von positiv getesteten Corona Fällen reagiert und alle schulischen Einrichtungen per Dekret geschlossen. Obwohl es offiziell erst 31 auf Covid 19 positiv getestete Personen gibt, ist auch in Kenia davon auszugehen, dass die Dunkelzimmer wesentlich höher liegt. Primary und Secondary wurden bereits am 18. März geschlossen, gefolgt von den Colleges und den Universitäten. Auch die Nyota Kindertagesstätte musste auf offizielle Anordnung geschlossen werden. Alle 192 von Nyota betreuten Patenkinder sind zu ihren Pflegefamilien oder Angehörigen heimgekehrt. Das kenianische Nyota Team besucht die Kinder in regelmäßigen Abständen, zuletzt vor wenigen Tagen, um Seifen zu verteilen und um wichtige Aufklärung zum Coronavirus zu leisten.

Vorerst kein Unterricht und keine Nachhilfestunden bei Nyota

Obwohl die Anzahl der positiv getesteten Personen noch gering ist, hat die kenianische Regierung zum Freitag, den 27. März Ausgangssperren und Ladenschließungen, sowie starke Einschränkungen der öffentlichen Verkehrsmittel angeordnet. Die Nyota Kindertagesstätte ist geschlossen und es findet aktuell kein Nachhilfeunterricht statt. Wir versuchen mit den Kindern und Pflegefamilien in engem Kontakt zu bleiben und bereiten die erste Auslieferung von Nahrungsmittelpaketen vor. Gerade viele der KiTa Pflegefamilien leben in großer Armut, weshalb es ohne die regelmäßigen Mahlzeiten in der Nyota-Kita schnell zu einer akuten Mangelernährung bei den Kindern führen kann. Die Situation wird durch die Ausgangssperre zusätzlich verschärft, leben viele Menschen doch vom Handel auf den lokalen Märkten.

Der junge Altersdurchschnitt lässt Hoffnung zu

Es wird befürchtet, dass Covid-19 sich in Kenia stark ausbreiten könnte. Gerade in den Armenvierteln von Nairobi oder Kisumu leben viele Menschen dicht gedrängt auf engstem Raum bei mangelhaften hygienischen Bedingungen. Die Preise für Desinfektionsmittel sind stark gestiegen oder Produkte vielerorts bereits ausverkauft. Die aktuell steigenden Preise für Lebensmittel verbessern diese Situation nicht gerade. Viele Menschen werden ihr geringes und oftmals unzureichendes Einkommen für Nahrungsmittel anstatt für Hygieneartikel ausgeben (müssen). Eine Hoffnung könnte jedoch der vergleichsweise niedrige Altersdurchschnitt der Menschen in Kenia sein. Krankheitsverläufe sollen laut Virolog*innen insbesondere bei Kindern und jungen Menschen eher milde ausfallen. Mit einem Durchschnitt von 18,2 Jahren befindet sich Kenia auf Rang 30 der Länder mit dem jüngsten Altersdurchschnitt weltweit. Im Vergleich dazu hat Deutschland einen Altersdurchschnitt von knapp 45 Jahren. Allerdings spielt in Kenia wie in vielen anderen afrikanischen Ländern Mangel- und Unterernährung sowie HIV-Infektionen eine größere Rolle, verglichen zu den Industrieländern Europas.

Primary Schüler aus dem Nyota Patenschaftsprogramm

Verstärkte Hilfen für Familien und Kinder in der Region Lwala

Für die Menschen in Kenia wird der gerade ausgerufene „Lockdown“ wirtschaftlich wohl schwere Folgen haben. Neben der Verbreitung von Covid 19 sorgt vor allem die Heuschreckenplage in weiten Teilen des Landes für Ernteausfälle und bedroht die Existenzgrundlage von Millionen Kenianer*innen. Wir halten engen Kontakt zu den Kindern und Familien, leisten Aufklärung und unterstützen sie mit Hygieneartikeln und Grundnahrungsmitteln. Daher benötigen wir dringend weitere Spendengelder und sind über jede Hilfe dankbar.

Mit 30€ können wir eine 5-köpfige Familie mit einer Monatsration Getreide (Reis, Mais, Linsen) sowie eine 3er Packung Seife unterstützen.

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